Impfung Gegen welche Krankheiten können Kaninchen geimpft werden? Kaninchenpest (Myxomatose) Erreger: Leporipoxvirus myxomatosis (Pockenvirus) Übertragung: Durch direkten Kontakt zu kranken Tieren oder indirekt durch Stechmücken, den Kaninchenfloh, Milben und andere Insekten oder kontaminiertes Futter bzw. andere Gegenstände. Symptome: Gerötete, weiche Schwellungen (Myxome) an Augenlidern, Lippen, der Nase, den Genitalien usw., Augenausfluss, Atembeschwerden, Abmagerung, Nahrungsverweigerung, Schluckbeschwerden, schlechter Allgemeinzustand und schließlich der Tod. Desweiteren sind versch. mildere Verlaufsformen bekannt mit weniger auffälligen Symptomen wie Unfruchtbarkeit, Flecken etc. Therapie: Sehr schlechte Prognose, daher wird oft von einer Behandlung abgeraten, meist verläuft die Maxomatose tödlich. Bei sehr milden Verlaufsformen kann eine Behandlung versucht werden, überlebende Tiere sollten allerdings nur mit anderen „Überlebenden" vergesellschaftet werden (ansonsten besteht Ansteckungsgefahr)! Die Myxomatose wird smptomatisch behandelt (Antibiotikum, Infusionen etc.), eine Notimpfung ist nicht sinnvoll. Chinaseuche (RHD; Rabbit Haemorrhagic Disease) Erreger: Calici-Virus Übertragung: Durch direkten Kontakt zu kranken Tieren oder indirekt durch Stechmücken, den Kaninchenfloh, Milben und andere Insekten oder kontaminiertes Futter bzw. andere Gegenstände. Symptome: Plötzlicher Tod, Tiere werden oft mit überstrecktem Kopf (in den Nacken geworfen) und blutiger Nase vorgefunden. Seuchenhaftes Massensterben. Organschäden, innere Blutungen, Atemnot, Erstickungsanfälle Therapie: Nicht möglich, zu schneller Krankheitsverlauf. Wenige Überlebende. „Kaninchenschnupfen" (Pasteurella multocida und Bordetella bronchiseptica) Erreger: Pasteurella multocida und Bordetella bronchiseptica (und zahlreiche weitere Erreger, gegen die (noch) kein Impfstoff existiert), evtl. auch Viren etc. [Zinke 2004]. Übertragung: Direkte Ansteckung bei infizierten Tieren (Nasenausfluss), bei anderen Tieren (z.B. Vögel) oder an kontaminierten Gegenständen. Symptome: Mit den Erregern sind latent (versteckt) der Großteil der Kaninchen (bis zu 90%) infiziert, ohne Symptome zu zeigen. Wird das Immunsystem geschwächt, so können Symptome ausbrechen: Niesen,  weißer Nasenausfluss, Augenentzündungen und/oder –ausfluss, Entzündungen innerer Organe (Gebärmutter, Lunge, Ohren, Brustfell, Herz…). Schlechter Allgemeinzustand bis hin zum Tod (bei ausbleibender Behandlung). Therapie: Gute Therapiemöglichkeiten, Antibiose oft erfolgreich (wenn keine Resistenzen gegen das Antibiotikum bestehen). Immunsystem unterstützen, Hygiene.
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